Vom 6. bis 20. Februar bin ich auf einer Schiffsreise mit Hurtigruten ans Nordkap unterwegs
Nach einem Flug gehe ich an Bord der MS Finnmarken und erreiche nach einem Seetag die norwegische Küste. Jeden Tag legen wir in einer anderen Stadt für Landausflüge an, und in der Nacht freuen wir uns auf viele Nordlichter.
Freitag, 6. Februar: Flug nach Hamburg
Nach einem ruhigen Flug über einer dicken Wolkendecke bin ich in Hamburg gelandet.
Auch der Koffer ist angekommen und ich fahre mit einem Taxi um Hamburg herum, durch den Elbtunnel, zum Kreuzfahrtterminal Steinwerder.
Ich gebe den Koffer ab und geniesse bei einem leckeren Lokalbier und einer Currywurst das Warten auf das einchecken.
Ein erster Blick auf die MS Finnmarken, einem Hurtigruten Schiff, welches für die nächsten beiden Wochen mein zu Hause sein wird.
Auf dem Schiff angekommen gönne ich mir zuoberst in der Schiffsbar ein leckeres norwegisches Bier und warte bis meine Kabine 551 für dein Einzug bereit ist.
Meine Kabine ist nun bereit und als erstes nehme ich an der obligatorischen Seeübung teil.
Abends um halb sieben heisst es Leinen los und wir fahren durch den Hamburger Hafen, Elbeabwärts, der Nordsee entgegen.
Vorbei am nächtlichen Hamburg
Zum Nachtprogramm werden wir auf die kommende Seereise der Küste von Norwegen entlang eingestimmt.
Samstag, 7. Februar: Seetag über die Nordsee
Willkommen an Bord der MS Finnmarken
Begrüssung durch den Kapitän. Es ist einer der erfahrensten Kapitäne von Hurtigruten. Seine Crew wird uns vorgestellt.
Lehrling Tilde erzählt im Gespräch mit Tourenleiter Julian über die Sami und ihr Hobby, die Jagd in Norwegen
Kaffee und Kuchen bei starkem Wellengang.
Inzwischen fahren wir auf der offenen See, zwischen Dänemark und Südnorwegen.
Ich verzichte auf das Nachtessen und lege mich einfach aufs Bett, bis die starken Wellen vorbei sind.
Sonntag, 8. Februar: Stavanger
Heute erwachen wir in einer der fotogensten Städte Norwegens. Stavanger ist eine farbenfrohe Küstenstadt mit einem internationalen Ambiente und einer lebendigen Kulturszene. Wir können das Erbe der Wikinger erkunden, herauszufinden, warum die Stadt so bekannt für ihre kulinarischen Spezialitäten ist, oder einfach durch die hübschen Kopfsteinpflasterstraßen schlendern.
Wir entdecken die architektonischen Relikte von Gamle (Alt) Stavanger, zu denen Nordeuropas besterhaltene Sammlung von Holzhäusern und Norwegens älteste Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert gehören.
Im Hafen von Stavanger
Gamle Stavanger, die Altstadt mit den weissen Holzhäusern
Die Vergnügungsstrasse
Das Oelmuseum von der Erdoel- und Erdgasstadt Stavanger
Wieder zurück auf der Finnmarken legen wir schon bald ab und fahren, zuerst durch die Vororte von Stavanger und dann nordwärts.
Entlang von Inseln und Schären in Richtung Haugesund
Die Karmsundbrücke von Haugesund
Montag, 9. Februar: Erwachen in Westnorwegen
Am westlichsten Punkt von Norwegen geniesse ich eine herrliche Morgenstimmung
Anfahrt nach Alesund
Nach dem Frühstück auf dem Schiff legen wir Ålesund an, eine Stadt die sich über eine Reihe von Inseln erstreckt.
Viele Details der Gebäude, von den leuchtenden Farben bis hin zu den runden Türmchen, sind vom Jugendstil inspiriert, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreute. Vom nahe gelegenen Berges Aksla hat man einen herrlichen Ausblick.
Darüber hinaus bietet sich ein Besuch des Atlantikparks an, dem ersten Meeresforschungszentrum Norwegens. Dabei handelt es sich um eines der größten Salzwasseraquarien Nordeuropas, das Robben, Ottern, Krebsen und vielen anderen Meeresbewohnern ein Zuhause bietet. Vor Ort gibt es sogar Humboldt-Pinguine zu sehen – eine Art, die man nördlich des Äquators sonst nicht zu Gesicht bekommt.
Landgang in die Umgebung von Alesund
Der Leuchtturm von Alnes auf der Insel Godoy
Er wird gerade restauriert
Alnes und seine Aussicht
Auf der Insel Gilke
Einmal um Alesund, in Richtung Norden, vorbei am "Zuckerhut"
Alesund auf der anderen Seite
Abendessen mit geräuchertem und gegrilltem Rentier, Käsekuchen und einem leckern Bierchen.
Und zum Nachtprogramm geniesse ich Olympia aus der Ferne.
Dienstag, 10. Februar: Rorvik
Der idyllische Fischereihafen von Rørvik auf dem malerischen Vikna-Archipel erscheint auf den ersten Blick recht klein, blickt aber auf eine große Geschichte zurück, die sich in der Landschaft widerspiegelt und anhand historischer Exponate in den Museen vor Ort zum Leben erweckt wird.
Am Nachmittag setzen wir unsere Fahrt weiter nach Norden durch den Vikna-Archipel fort, der aus insgesamt 6.000 Inseln, Inselchen und Riffen besteht. Dank des maritimen Klimas sind die Gärten im Frühling sogar hier auf 65 Grad Nord voller Pflaumen- und Apfelblüten.
Im Verlauf der Nacht lassen wir die Küste Helgelands hinter uns und überqueren den nördlichen Polarkreis
Die Kirche von Rorvik
Die alte Holzkirche ist vor ein paar Jahren abgebrannt.
Aus einem Architekturwettbewerb wurde eine neue, moderne Kirche neu aufgebaut.
Am Nachmittag geniessen wir die Fahrt in Richtung Lofoten bei herrlichem Sonnenschein und tollem Nordlicht
Torghatten - Der Berg mit dem Loch
Nordlichter
Mittwoch, 11. Februar: Svolvaer und die Lofoten
Heute erkunden wir die Lofoten. Sobald die hoch aufragenden Gipfel zu sehen sind, an deren Fuss sich Fischerdörfer schmiegen, versteht man, warum diese Inselkette so oft als einer der schönsten Orte Norwegens gepriesen wird.
Am Vormittag legen wir in der Stadt Svolvær an. Svolvær liegt auf der Insel Austvågøya, mitten im Herzen der Lofoten, und ist die größte Stadt des Archipels. Vor Ort gibt es zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Galerien und Cafés zu entdecken. Von hier aus kann man auch die Aussicht auf den Svolværgeita (wörtlich: Svolvær-Ziege) bewundern. Dabei handelt es sich um einen nahe gelegenen Berg, der seinen Namen der Ähnlichkeit mit einer Ziege und deren Hörnern verdankt.
Stockfisch
Nach dem Fischen wird er zum Trocken aufgehängte. Überall riecht man es.
Wegfahrt von Svolvaer
Durch den 26 Kilometer langen Raftsund
Leben am Raftsund
Unter der Brücke von den Westeralen auf die Lofoten
Wir können diese Region nicht verlassen, ohne einen Abstecher nach Stokmarknes zu machen. Im Jahr 1893 begründete der Schifffahrtspionier Richard With hier die allererste Postschiffroute. Am Ufer befindet sich das Hurtigruten Museum mit dem 1956 gebauten Schiff MS Finnmarken, wie ein Buddelschiff von dem imposanten Glasgebäude umschlossen.
Im Inneren befinden sich auch Teil von DS Finnmarken, gebaut 1912.
Donnerstag, 12. Februar: Tromsö, das Tor zur Arktis
Diese 350 km nördlich des Polarkreises gelegene urbane Stadt hat viel zu bieten – von trendigen Restaurants und Cafés bis hin zu kleinen Geschäften und Boutiquen, in denen Kunsthandwerksartikel und Lebensmittel aus der Region sowie hochwertige Mode angeboten werden.
Im Polarmuseum kann man mehr über Jagd und Handel in der Arktis sowie über das historische Erbe der Stadt erfahren. Im Erlebniszentrum Polaria, ein Aquarium, leben eine Vielzahl arktischer Meerestiere, darunter auch Robben. Am anderen Ufer befindet sich die Eismeerkathedrale, die durch ihr markantes Design und ihre beeindruckenden Buntglasfenster aus dem Stadtbild hervorsticht.
Spaziergang am Morgen durch das kalte Tromsö
Mit der Gondelbahn auf den Fjellheisen
Und anschliessend zur Eismeerkathedrale
Das Polaria
Ablegen in Tromsö und Fahrt durch die Nacht in Richtung Nordpol
Freitag, 13. Februar: Honningsvag und das Nordkap
So weit im Norden sind die Winter lang, und es fällt viel Schnee.
Der Höhepunkt jeder Reise nach Honningsvåg ist ein Besuch des Nordkaps mit Blick auf die Barentssee.
Hinter dem Schneepflug fahren wir durch die verscheinte Landschaft ans Nordkap.
Und das ist der nördlichste Punkt von Kontinental-Europa
Auf der Rückfahrt durch die Winterlandschaft nach Honningsvag.
Leben in hohen Norden
Honningsvag - die nördlichste Stadt von Kontinental-Europa
Die nördlichste Kirche von Kontinental-Europa
Nachdem wir den nördlichsten Punkt unserer Seereise erreicht haben, nimmt unser Schiff abends wieder Kurs Süd.
Eine zauberhafte Nordlichternacht ganz im Norden von Norwegen
Samstag, 14. Februar: Alta
Die Stadt liegt auf 70 Grad Nord und damit weit über dem nördlichen Polarkreis. Die Gegend ist dafür bekannt, dass das Nordlicht hier besonders oft und gut zu sehen ist.
Der Schnee und das Klima von Alta schaffen auch die perfekten Bedingungen für den Bau und die Instandhaltung des Iglu-Hotels. Das nördlichste Eishotel der Welt befindet sich am Ufer des Flusses Alta.
Winter im hohen Norden, bitter kalt, Sonnenschein und blauer Himmel
Zurück au der Finnmarken
Sonntag, 15. Februar: Durch den Tjeldsund am frühen Morgen
Die nördlichste Bahnstrecke von Europa
Auf der Bahnstrecke von Lumea, durch schwedisch Lappland, nach Narvik, am Ende des Ofotfjords wird Eisenerz aus dem Bergwerk von Kiruna transportiert.
Auf der norwegischen Seite fahren wir mit dem Artic Train hoch an die schwedische Grenze
Björnfjell, an der norwegisch-schwedischen Grenze - Endstation - der höchste Punkt - wir fahren wieder zurück nach Narvik
Montag, 16. Februar: Nordlichteralarm am frühen Morgen von der Schiffsbrücke
Fahrt durch die Fjorde
Nach unserem Besuch in Narvik fahren wir entlang der bezaubernden norwegischen Küste in Richtung Süden. Wir lassen uns von herrlichen Ausblicken auf windgepeitschte Inseln, geschützte Buchten und einige der schönsten Fjorde der Welt verzaubern. Diese Region ist auch der Lebensraum einer Vielzahl von Wildtieren, wie etwa dem prächtigen Seeadler.
Dieser Teil der Küste kann von grösseren Kreuzfahrtschiffe nicht angefahren werden. Als Hurtigruten 1893 nördlich von Trøndelag den Schiffsbetrieb aufnahmen, war die Küstenlinie noch weitgehend unerforscht. Im Laufe der Jahre sind sie zu Experten in diesen Gewässern geworden. Heute gehören sie zu den wenigen, die über das maritime Wissen und Können verfügen, um ihre Schiffe durch die vielen Schären, Inselchen und versteckten Fjorde zu führen, die diesen Küstenabschnitt charakterisieren.
In bestem norwegisches Winterlicht
Auf der Rückfahrt - noch einmal vorbei am Torghatten, dem Berg mit dem Loch
Dienstag, 17. Februar: Durch die Fjorde nach Andalsnes
Ausblicke von der Panoramabar auf Deck 8
Dienstag, 17. Februar: Andalsnes
Am Vormittag legen wir im Stadtzentrum an. Es ist eine malerische Küstenstadt am Isfjord am Ende des Romsdalsfjords.
Die buchstäblichen Höhepunkte von Åndalsnes sind die Berge, die über der Stadt thronen. Sie sind der Grund, warum die Stadt zum beliebtesten Ziel in Norwegen für Wanderer, Kletterer, Skifahrer und mehr geworden ist. Die Trollwand (Trollveggen), eine 1.000 Meter hohe senkrechte Felswand im Romsdal-Tal, zieht ebenfalls Adrenalin-Junkies aus aller Welt an.
Golden Train - Der goldende Zug durch Romsdalen
Der Bahnhof Bjorli
Nach einem kurzen Halt fahren wir wieder durch Romsdalen zurück nach Andalsnes
MS Finnmarken im Winterkleid
Mittwoch, 18. Februar: Morgendliche Fahrt durch die Schären nach Bergen
Mittwoch, 18. Februar: Bergen
Umgeben von sieben Bergen und dem Meer ist Bergen, die ehemalige norwegische Hauptstadt, eine der malerischsten Städte Norwegens und außerdem die zweitgrößte.
Höhepunkte sind zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Viertel Bryggen und die buntgestrichenen hölzernen Speicherhäusern aus dem 14. Jahrhundert bezaubern. Der berühmte Fischmarkt von Bergen ist ebenfalls einen Besuch wert.
Eine der bekanntesten Attraktionen in Bergen ist die Fløibanen-Standseilbahn, die auf den Gipfel des Fløyen fährt. Vom Gipfel aus hat man einen wunderbaren Ausblick über die Stadt, den nahegelegenen Fjord und die anderen umliegenden Gipfel.
Mit der Floibanen auf den Floyen, dem Hausberg von Bergen
Entlang vom alten Hafen in Bergen und den Holzhäusern von Bryggen
Der letzte Aufenthalt in Norwegen war wunderbar. Bergen im Winterkleid und bei Sonnenschein ist eher selten. Meistens regnet es hier und es ist kühl und windig.
Donnerstag, 19. Februar: Seetag, Zurück nach Hamburg über die Nordsee
Zeit um die Fotos zu sortieren und den letzten Tag der Reise zu geniessen.
Der Kapitän und seine Crew verabschieden sich
Freitag, 20. Februar: Ausschiffung in Hamburg und Rückflug
Mein letzte Frühstück an Bord mit Fisch, Käse und Bratkartoffeln.
Mit dem Taxi fahren ich durch den Elbtunnel zum Flughafen
Beim Flughafen Hamburg warte ich nach der Gepäckabgabe und der Sicherheitskontrolle auf den Abflug
